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Die Unstrut und ihre Weinberge

Die Unstrut und ihre Weinberge

Die Unstrut ist ein Fluss und hat eine Länge von 192 km. Sie entspringt bei Kefferhausen im Thüringischen Eichsfeld mit einer Quellhöhe von 400 m. Sie fließt durch Thüringen insbesondere das Thüringer Becken, durch Teile des Südharzes und mündet im Großjenaer Blütengrund bei Naumburg in den sachsen-anhaltischen Teil der Saale. Diese dann in die Elbe und zum Schluss endet sie in der Nordsee. Schiffbar ist sie zwischen Naumburg, Freyburg und Karsdorf. Der Name der Unstrut hat seinen Ursprung im Germanischen und setzt sich aus zwei Wortteilen zusammen: “un” bedeutete in etwa “mächtig” oder “gewaltig” und “strödu” bezeichnete ein Sumpfdickicht. So hieß das Gewässer des “gewaltigen Sumpfdickichts” im 6. Jahrhundert “Onestrudis”, später “Unestrude” und im 10. Jahrhundert wurde der sanft fließende Fluss mit seinen sumpfigen Niederungen als “Onstrod” bezeichnet. Am Unterlauf der Unstrut liegt das Weinbaugebiet Saale-Unstrut, das durch die 1993 eröffnete 13. Deutsche Weinstraße dem Tourismus erschlossen wird. Begünstigt wird der Weinbau durch sich an der Nordseite des Flusses hinziehende Muschelkalkberge. Die Gesamtanbaufläche beträgt derzeit etwa 640 ha; die Region zählt damit zu den kleinsten Weinbaugebieten Deutschlands. Im Sommer finden an zahlreichen Stellen Veranstaltungen an und auf dem Fluss statt, so das Wehr- und Schleusenfest in Freyburg und das Badewannenrennen in Weischütz. Entlang des gesamten Flusslaufes zieht sich der Unstrut-Radweg.